Presse

„Premiere für Jungfilmer“

Stuttgarter Nachrichten (2008-03-13)

Filme machen kann scheinbar jeder im Zeitalter von Handykameras und Youtube. Auf die Leinwand schaffen es die wenigsten. Am Freitag (14.03.2008) feiert „2061. Nach dem Frieden“ Premiere im Kommunalen Kino. Die Macher sind eine Gruppe junger Stuttgarter um den 21-jährigen Volker Kintzinger.

Tom (gespielt von Nils Vogeley, 14, und Konner Steuer, 18) kämpft seit er zwölf Jahre alt ist. Seit er denken kann, herrscht in Deutschland Krieg zwischen regierungstreuen Söldnern und militanten Punks. Mit 19 beschließt To, dass damit Schluss sein muss - und bezahlt dafür mit seinem Leben. Schwerer Stoff für einen 22-minütigen Kurzfilm. „Die lange Phase, in der sich Deutschland aus den Kriegen dieser Welt herausgehalten hat, scheint vorbei zu sein“, erklärt Regisseur Volker Kintzinger.

„2061. Nach dem Frieden“ ist das neunte Projekt der Jungfilmer. Geld stand kaum zur Verfügung - dafür jede Menge kreatives Potenzial und freiwillige Helfer. Die Schauspieler verzichteten auf ihre Gage, die Kulissen entstanden aus Baumarkt-Materialien. Mit dem Ergebnis ist Volker Kintzinger, der bei einer TV-Produktionsfirma arbeitet, zufrieden. Mit dem Film bewirbt er sich bei der Ludwigsburger Filmakademie. Sein Ziel: „Irgendwann will ich mit meinem Hobby auch Geld verdienen.“